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KAB zieht positive Bilanz
Mannheim/Rhein-Neckar, im Dezember 2006. Etwas Bauchweh hatten die Organisatoren der 3. Kurpfälzer Sozialtage vom 12.-26. November schon, als sie im Vorfeld an die hochkarätigen Referentinnen und Referenten dachten, denn schließlich hat man mit Personen wie Bundesminister Franz Müntefering, den dm Drogeriemarkt-Chef Prof. Dr. Götz Werner oder dem Papstkenner Pater Eberhard von Gemmingen nicht jeden Tag zu tun.
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Pater Eberhard von Gemmingen SJ |
Aber nachdem am 26. November die Kurpfälzer Sozialtage mit dem traditionellen Besinnungstag in der Region Rhein-Neckar beendet wurden, konnten Ulf Bergemann, Uwe Terhorst und Jesuitenpater Burghard Weghaus eine überaus positive Bilanz der Sozialtage ziehen.
250 Besucher im Durchschnitt
Zum dritten Mal führten die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und das Referat Arbeitnehmerpastoral der Region Rhein-Neckar diese Veranstaltungsreihe unter dem diesjährigen Motto „Den Menschen Hoffnung geben“ durch. Durchschnittlich 250 Besucher zählten die Veranstaltungen. Von „Politikverdrossenheit“ oder „Null-Bock-Generation“ keine Spur. Im Gegenteil: die Zuhörerinnen und Zuhörer brannten darauf, mit den Referentinnen und Referenten ins Gespräch zu kommen und ihre Meinung kund zu tun.
Nach der Eröffnungsveranstaltung mit Bundesarbeitsminister Franz Müntefering und Generalvikar Dr. Fridolin Keck von der Erzdiözese Freiburg mit über 600 Besucherinnen und Besuchern in der Jesuitenkirche Mannheim und über 300 Personen bei der Matinee war der Auftritt von Papstkenner Eberhard von Gemmingen SJ. am besten besucht, über 400 Teilnehmer lauschten dem Jesuitenpater.
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Franz Müntefering, Bundesminister und MdB |
Nicht weniger interessant war der Vortrag von Prof. Dr. Götz Werner, Gründer der dm Drogeriemärkte, der über das „Bedingungslose Grundeinkommen“ referierte. Hier könnten weit mehr als 300 Zuhörer begrüßt werden. Ein kabarettistischer Abend mit Prof. Dr. Hans-Peter Schwöbel und Adax Dörsam brachte den Verkehr auf der Hochstätt zeitweise zum erliegen. Hier hatten sich über 200 Besucher auf den Weg gemacht, um den beiden bei Poesie, Satire und Musik zu lauschen.
Die Veranstaltungen in Heidelberg und an der Bergstraße fanden ebenfalls ihre Zuhörer. Cem Özdemir, Europaparlamentarier und Experte zum Thema „Integration“ füllte den Saal in Heidelberg und der Abschluss der 3. Kurpfälzer Sozialtage in Laudenbach brachte wiederum etwa 100 Besucherinnen und Besucher zusammen, um Prof. Dr. Bernd Feininger zum Gerechtigkeitsbegriff im Alten Testament zu hören.
Dynamik der Sozialtage nutzen
Für die Veranstalter geht die Arbeit aber jetzt erst richtig los, sie betonten, dass man jetzt die Dynamik der Sozialtage nützen müsse, um für die Weiterarbeit zu werben und den Verband zu stärken, denn nur durch persönliches Engagement vieler war es möglich diese Veranstaltungsreihe durchzuführen. Es sollen verstärkt Mitglieder bis zum Frühjahr geworben werden, die sich der Sache der „Sozialen Gerechtigkeit“ annehmen und gemeinsam für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit eintreten.
Dank an Helferinnen und Helfer, Spender und Sponsoren
Ein besonderes Dankeschön sei hier den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, den gastgebenden Pfarreien, den vielen Mitgliedern, die durch Spenden die Sozialtage erst ermöglichten, und den Sponsoren, stellvertretend hierfür die Heinrich-Vetter-Stiftung, die Firma GVO-Catering und Schüssler-Medien, die den Internetauftritt sowie Plakate und Programmhefte gestaltet haben, ausgesprochen.
Themen weiter diskutieren – „Kurpfälzer Dialog“
Für das Referat Arbeitnehmerpastoral und die KAB ist es nun besonders wichtig, die verschiedenen Themenbereiche der Sozialtage weiter zu diskutieren und den unterschiedlichsten Gruppierungen und Einrichtungen zu vermitteln. Nur durch eine offene Diskussion mit unterschiedlichsten Entscheidungsträgern kann die christliche Soziallehre weiter die Bedeutung in der Gesetzgebung erfahren, die die Väter des Grundgesetzes einst der Soziallehre zusprachen.
Die ‚Macher’ der Sozialtage denken aber schon weiter. Nicht nur soll die Diskussion der Themen der 3. Kurpfälzer Sozialtage in den nächsten Monaten vorangetrieben werden, sondern auch eine Veranstaltungsreihe „Kurpfälzer Dialog“ ist in Planung. Hierbei sollen Experten aus bestimmten Fachrichtungen miteinander diskutieren, um das „Korsett“ der vorgefassten Meinungen im Bezug auf die christliche Soziallehre los zu werden. Zunächst sind zwei Veranstaltungen im Jahr 2007 vorgesehen, die dann auch die 4. Kurpfälzer Sozialtage im Jahre 2008 vorbereiten sollen.
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